3 Underdogs im Viertelfinale: Außenseiter bei der WM 2014

(Artikelbild: Die Cristo Redentor Statue in Rio de Janeiro/Brasilien, Quelle: wikimedia.org/Nico Kaiser)

Die WM 2014 in Brasilien nähert sich ihrem Ende. Von ursprünglich 32 Mannschaften sind nur noch 8 übriggeblieben und bereiten sich auf die Viertelfinalspiele am 4. und 5. Juli vor. Vier Mannschaften davon gehören zu den Titelfavoriten, darunter der Gastgeber Brasilien.

Deutschland und die Niederlande haben ihre jeweiligen Gruppen nicht nur als Sieger verlassen, sondern sich bis in die zweite K.o.-Runde durchgekämpft, ebenso der zweifache Weltmeister Argentinien und der ehemalige Weltmeister Frankreich.

Kleines (Fußball)-Land ganz groß

Mag dieses Resultat nicht sonderlich überraschend anmuten, tun es dafür die anderen Viertelfinalisten umso mehr. „Fußballzwerg“ Costa Rica hat in der Gruppe D die ehemaligen Weltmeister Uruguay (3:1), Italien (1:0) und England (0:0) nicht nur ziemlich alt aussehen lassen, sondern hat die Gruppe auch als Gruppensieger beendet. Als man im Achtelfinalspiel auch noch Griechenland mit 1:0 abservierte, war die Sensation perfekt. Costa Rica steht zum ersten Mal in ihrer Fußballgeschichte im Viertelfinale. Nun müssen die „Ticos“ am 5. Juli um 22 Uhr gegen Holland ran. Und obwohl die Niederländer als klarer Favorit in die Partie gegen Costa Rica gehen, gehören den Zentralamerikanern definitiv sämtliche Fußballherzen. Nicht zu vergessen, dass auch Uruguay, Italien und England als die Favoriten in die jeweiligen Gruppenspiele gegangen sind. Und alles andere wäre nach der gelieferten Vorstellung bei der WM in Brasilien sowieso Draufgabe.

Neymar vs. James Rodriguez

Auch Kolumbien hat für einen sensationellen Auftritt in Brasilien gesorgt. In der Gruppe C kämpften die Südamerikaner gegen Griechenland (3:0), die Elfenbeinküste (2:1) und Japan (4:1). Alle Spiele wurden für sich entschieden und der Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht. Dort folgte die nächste Sensation. Uruguay wurde mit 2:0 geschlagen und der Weg ins Viertelfinale war geebnet. Kolumbien muss nun in der nächsten Runde am 4. Juli um 22 Uhr gegen den Gastgeber Brasilien ran. Doch nachdem souveränen und absolut selbstbewussten Auftritt, sollten sich die Brasilianer vor dem Underdog in Acht nehmen.

Beide Mannschaften verfügen über treffsichere Akteure, die derzeit um die Krone des Torschützenkönigs rittern. Der kolumbianische Superfuß James Rodriguez liegt mit bisher 5 erzielten Toren bei der WM 2014 mit einem Treffer vor dem brasilianischen Nationalhelden Neymar. Das Südamerika-Viertelfinale verspricht sicherlich enorm spannend zu werden. Brasilien wird alles daran setzen, vor heimischer Kulisse das Feld nicht räumen zu müssen, während die Kolumbianer versuchen werden, ihre Erfolgsserie in Brasilien auch weiterhin fortzusetzen. Und dass ein Außenseiter die fußballverrückten und vom Titeltraum getriebenen Brasilianer in die Schranken verweist, wäre eine Sensation für sich.

Geheimfavorit Belgien steht im Viertelfinale

Die von Beginn der WM an als Geheimfavorit gehandelten Belgier werden diesem Status bisher voll gerecht und verteidigen ihn eisern. Am 5. Juli geht es gegen die argentinische Albiceleste rund um Lionel Messi um 18 Uhr um den Einzug ins Halbfinale. Während der Auftritt der Belgier in der Gruppenphase eher als mäßig zu beurteilen gilt, haben sie im Achtelfinale gegen die USA souverän das Ticket für die nächste Runde gelöst. Titelfavorit Argentinien dagegen war im bisherigen Turnierverlauf kaum von Genieblitzen gesegnet.

Auch im Achtelfinale gegen die Schweiz hat Argentinien sein spielerisches Feuer vermissen lassen, konnte aber dank eines späten Führungstreffers von Angel di Maria nach einer Vorlage von Messi, das Viertelfinalticket lösen. Mit Belgien steht der Albiceleste nun ein weitaus stärkeres und taktischer agierendes Team gegenüber, als es die Schweiz gewesen ist. Ebenso wie Costa Rica und Kolumbien braucht sich Belgien nicht vor dem Druck der Favoritenrolle zu fürchten. Und ebenso wie bei den beiden anderen Mannschaften kann diese Tatsache nur in einem befreiten und entfesselten Auftritt gipfeln.

Viertelfinal-Duell der zentraleuropäischen Großmächte

Deutschland steht am 4. Juli um 18 Uhr keinem Außenseiter gegenüber, sondern dem Weltmeister von 1994, Frankreich. Sowohl die Deutschen, als auch die Franzosen haben sich in ihren jeweiligen Achtelfinalpartien mehr schlecht als recht präsentiert. Deutschland musste 120 Minuten lang gegen Algerien um den Aufstieg zittern, während die Franzosen den Achtelfinalgegner Nigeria erst nach 70 Minuten bezwingen konnten. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich beide Mannschaften für die nächste Runde steigern werden. Alles andere wäre fahrlässig und schlichtweg unschön anzuschauen. Am Ende jedoch zählt nur das Ergebnis und dieses heißt für alle Beteiligten: Einzug ins Halbfinale. Schaffen werden es allerdings nur vier von ihnen.

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