23 Mann von Brasilien für Heim-WM fixiert

(Artikelbild: Die Arena Corinthians in Sao Paulo wurde eigens für die WM 2014 in Brasilien errichtet. Hier wird Scolaris brasilianische Nationalelf am 12. Juni gegen Kroatien den Auftakt zur WM 2014 machen, Quelle: wikimedia.org/Copa2014.gov.br

Ganz Brasilien ist in Erwartungshaltung und fiebert dem Auftaktspiel ihrer Selecao am 12. Juni entgegen. Und weil auch Coach Luiz Felipe Scoalri sich seiner Aufgabe nur allzu deutlich bewusst ist, hat er nicht nur das Gerüst seiner Mannschaft bereits zusammengestellt, sondern das Herzstück auch schon präsentiert.

Das Ergebnis überrascht keinewesegs, dennoch hat der Brasilianer mit der Arbeitseinteilung seiner Mannen etwas aufhorchen lassen. Dabie geht es ihm wohl hauptsächlich darum, den Druck möglichst zu gleichen Anteilen auf mehrere Akteure innerhalb der Mannschaft zu verteilen und auch für klare Hierarchien zu sorgen, bei denen jeder ganz genau weiß, was er zun tun hat.

Scolaris Wahl

Tor: Julio Cesar (Toronto), Jefferson (Botafogo), Victor (Atletico Mineiro). Das war unser Tipp. Eben diese drei nominierte Scolari. Abwehr: Dani Alves (Barcelona), Maicon (Roma), Thiago Silva (PSG), David Luiz (Chelsea), Dante (Bayern München), Marquinhos (PSG), Marcelo (Real Madrid), Maxwell (PSG). Einzig auf Marquinhos verzichtet er, für ihn kommt Napolis Henrique in den Kader.

Mittelfeld: Luiz Gustavo (Wolfsburg), Paulinho (Tottenham), Ramires (Chelsea), Fernandinho (Manchester City), Oscar (Chelsea), Willian (Chelsea), Bernard (Shakhtar Donetsk). Der Coach berief diese sieben Mittelfeldakteure auch ein, holte aber mit Hernanes von Inter Mailand noch einen dazu. Im Angriff finden sich Hulk (Zenit St Petersburg), Neymar (Barcelona), Fred (Fluminense) und Jô (Atlético Mineiro). Der 22-jährige Superstar Neymar wird von Scolari dabei weitgehend aus der Schusslinie genommen, lastet doch auf dem jungen FC Barcelona-Dribbler ein immenser Druck seitens der Medien und seiner Landsleute. Einen Stammplatz hat er zwar sicher und ihm wird auch eine tragende Bedeutung bei der WM zukommen, doch diese wird sich unter den wachsamen Augen von „Felipao“ entfalten.

Braucht Scolari einen Plan B?

Damit steht der Kader der Heimmannschaft. Und aus all jenen, die nicht dabei sind, könnte man immer noch ein ziemlich attraktives Team bauen. Mittlerweile Altstar Ronaldinho, Robinho, sein Teamkollege Kaka, Real Madrids Supertalent Casemiro, sowie Atletico Madrids Abwehrduo Felipe und Miranda kamen alle samt nicht zum Zug, ebenso Bayerns Rafinha, Paris St. Germains Lucas Moura oder Towart Renan von Goias, an dem in der brasilianischen Liga derzeit reihenwiese Stürmer scheitern.

Scolari hat sich mit diesem Kader auf ein System festgelegt, sagen die einen, währehnd andere behaupten, er braucht dingend einen Plan B. Felipao habe den Kader so zusammengestellt, dass die Spieler genau die Aufgaben erfüllen können, die ihnen in eben diesem System zugedacht sind. Dieses System ist nicht gerade ein Geheimnis: Julio Cesar im Tor, vor ihm eine Viererkette, deren Außenverteidiger weit nach vorne drängen und auch bis zur Grundlinie vordringen, zwei defensiv orientierte Mittelfeldspieler und davor das Prunkstück: Drei offensive Zauberer, jeder mit seinen individuellen Stärken, und ganz vorne der Knipser. Im nüchternem „Aufstellungsdeutsch“ sieht das so aus: Julio Cesar – Marcelo, Thiago Silva, David Luiz, Dani Alves – Luiz Gustavo, Paulinho – Neymar, Oscar, Hulk – Fred. Auf diesen Elf und ihren Ersatzleuten lastet der Druck, einer ganzen Nation genau das zu geben, was diese sich erhofft: den fünften Titel und zwar im eigenen Land.

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