Noch 40 Tage – Deutschland bereitet sich auf die WM 2014 vor

Quelle: wikimedia.org/Copa2014.gov.br

(Artikelbild: Die Arena da Amazonia in Manaus, Quelle: wikimedia.org/Copa2014.gov.br)

Die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien stellt für die deutsche Nationalmannschaft bereits die 18. Teilnahme an einer WM-Endrunde dar. Neben beispielsweise dem Gastgeber Brasilien oder Titelverteidiger Spanien wird das Team zu den Topfavoriten auf den Titel gezählt. Der letzte Gewinn einer Weltmeisterschaft erfolgte 1990 in Italien. Ein Triumph, der nun schon 24 Jahre zurückliegt, weshalb die Erwartungshaltung der Fans an die Mannschaft sehr hoch ausfällt.

WM-Vorbereitung mit drei Länderspielen

Bevor sich die Spieler der Nationalmannschaft auf den Weg nach Brasilien machen, erfolgt natürlich wie gewohnt eine mehrwöchige Vorbereitung. Hierbei sind ein Trainingslager über 10 Tage in Südtirol und gleich drei Länderspiele geplant. Im Rahmen dieser Spiele wird das Team unter seinem Trainer Jogi Löw gegen Polen, Kamerun und Armenien antreten. Der Abflug nach Brasilien ist für den 7. Juni terminiert, fünf Tage vor dem Beginn der WM-Endrunde.

WM-Quartier an der Atlantikküste

In Brasilien wird die deutsche Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaft im „Campo Bahia“ wohnen. Das Areal wurde eigens für das Team und seinen Stab gebaut. Es befindet sich in der Nähe der Stadt Porto Seguro an der Atlantikküste. Das Quartier bringt vor allem den Vorteil mit sich, dass man vom nahe gelegenen Flughafen die drei Spielorte der Vorrunde in Recife, Fortaleza und Salvador jeweils in maximal 2 Stunden erreichen kann, wodurch zu hohe Reisestrapazen vermieden werden können.

Vorrundengruppe mit Portugal

In der Vorrunde wird das deutsche Team auf Portugal, Ghana und die USA treffen. Schwerster Gegner ist hierbei sicherlich die Mannschaft von Portugal, die mit Superstar Cristiano Ronaldo, den amtierenden Weltfußballer aufweist. Doch Deutschland hat mit Portugal in der jüngeren Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. So wurden die Portugiesen 2006 bei der heimischen WM mit 3:1 im Spiel um Platz 3 in Stuttgart besiegt und auch beim Aufeinandertreffen, das während der Vorrunde der letzten Europameisterschaft im Jahr 2012 erfolgte, stand am Ende ein 1:0 auf der Anzeigetafel. Ebenfalls positiv sieht die Bilanz gegen Ghana aus. Das Team, das vor allem auf die Fußballkünste von Kevin-Prince Boateng vertraut, der aktuell beim FC Schalke 04 unter Vertrag steht, wurde bei der letzten Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika mit 1:0 geschlagen. Die einzige Begegnung mit dem Team aus Ghana zuvor war ein Freundschaftsspiel im Jahr 1993, das wiederum mit 6:1 für Deutschland ausging. Gegen die USA gab es zudem bisher bei Weltmeisterschaften ebenfalls nur Siege, wobei der letzte aus dem Jahr 2002 stammt. Damals gewann das deutsche Team im Viertelfinale, das es später noch bis in das Finale der Endrunde schaffte, mit 1:0 gegen die US-Boys.

Aussichten für das DFB-Team

Auch wenn die Gruppe in der Vorrunde nicht leicht ist, sollte das deutsche Team aber sicher weiterkommen. Im Achtelfinale könnte sich allerdings bereits eine erste größere Hürde für die Spieler ergeben. Denn hier wartet eventuell Belgien, das wie das Fachportal wm-2014-tipps.com berichtet, vielerorts als Geheimfavorit für die WM 2014 gehandelt wird. Die Mannschaft, die vom ehemaligen Schalker Spieler und kurzzeitigen Trainer Marc Wilmots betreut wird, hat eine phänomenale WM-Qualifikation gespielt, in der man mit neun Punkten am Ende vor Kroatien lag. Eine mögliche Begegnung mit dem Gastgeber Brasilien oder Titelverteidiger Spanien kann wiederum frühestens jeweils im Halbfinale der WM stattfinden.

Auch wenn Deutschland wieder einmal zum erweiterten Favoritenkreis für den Titelgewinn gezählt wird, so bleiben doch noch einige Fragezeichen offen. Speziell die vielen Verletzungen von potenziellen WM-Spielern bereiten Trainer Jogi Löw Kopfzerbrechen. Ob beispielsweise Mittelfeldspieler Sami Khedira bis zur WM von seiner Kreuzbandverletzung wieder genesen sein wird, ist mehr als ungewiss. Auch weitere wichtige Spieler wie Miroslav Klose oder Mario Gomez im Sturm plagen sich im Vorfeld der WM immer wieder mit hartnäckigen Verletzungen. Für einen Titeltriumph muss das Team zudem seine Schwächen in der Abwehr abstellen. Zwar schoss man in der WM-Qualifikation mit 36 Treffern die meisten Tore aller Mannschaften in Europa, doch speziell die beiden Gruppenspiele gegen Schweden mit 3 und 4 Gegentoren haben deutlich aufgezeigt, dass dieser Teil der Mannschaft noch stark verbesserungswürdig ist, um eine echte Chance auf den WM-Titel zu haben.

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