Das sind die Favoriten 79 Tage vor Beginn der WM 2014

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(Artikelbild: Rio de Janeiro mit Wahrzeichen, dem Zuckerhut mit Chirstusstatue – Bildcredits: wikimedia.org/SqueakyMarmot)

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wirft ihre Schatten voraus. Wie üblich vor großen Sportveranstaltungen in Schwellen- oder Entwicklungsländern bemühen sich die Veranstalter die Sportstätten rechtzeitig fertigzustellen und etwaige Sicherheitsrisiken zu beseitigen. Brasilien 2014 macht da keine Ausnahme, dass ganze Land fiebert der WM entgegen für die gleich vier neue Stadien aus dem Boden gestampft werden.

Je näher das Eröffnungsspiel am 12. Juni rückt, umso mehr wird über die Titelchancen der Teilnehmer spekuliert. 32 Mannschaften haben sich für Endrunde in Brasilien qualifiziert, darunter alle großen Namen des Weltfußballs. Geht es nach den Titelquoten der Sportwettenanbieter, dann werden die Gastgeber zum sechsten Mal die WM-Krone an den Zuckerhut holen.

Brasilien ist Anwärter Nummer 1, danach folgen Deutschland, Argentinien und Spanien

Die Selecao muss man bei ihrer Heim-WM natürlich auf der Rechnung haben, das Abschneiden der Sambafußballer steht allerdings in den Sternen. Die heimische Kulisse kann sowohl beflügeln als auch die Beine lähmen. Die brasilianischen Fans erwarten nicht weniger als den Titel, dieser Erwartungsdruck wird schwer auf den Jungs von Felipe Scolari lasten. Ein vorzeitiges Aus der Selecao wäre eine nationale Katastrophe, soweit wird es aber nicht kommen, in der Vorrunde warten mit Kroatien, Kamerun und Mexiko durchweg machbare Gegner.

Hinter Top-Favorit Brasilien räumen die Buchmacher Deutschland, Argentinien und Spanien die besten Chancen auf den Titel ein, dahinter klafft schon eine kleine Lücke zu den Teams von Italien, Frankreich, England, Portugal und den Niederlanden.

Einzig Belgien kann in die Phalanx der Fußball-Großmächte vorstoßen, die Jungs von Marc Wilmots gelten als Geheimfavoriten und liegen bei den Titelquoten in den Top-Ten. Die gute Bewertung hat die Mannschaft ihrer starken WM-Qualifikation zu verdanken, sie ist auf jeden Fall für eine Überraschung gut.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zählt sich nach eigener Einschätzung zum Kreis der Titelfavoriten. Man möchte die WM gewinnen, vermeidet aber allzu großspurige Kampfansagen an die Konkurrenz. Tatsächlich dürfte es keine zweite Mannschaft bei dieser WM geben die den Titel so sehr möchte wie die DFB-Elf. Nach einer Serie von zweiten und dritten Plätzen bei großen Turnieren, zählt nur noch der Sieg, zumal manche Spieler aus Altersgründen bei der nächsten WM nicht mehr dabei sein werden.

Ob es der deutschen Mannschaft in den letzten Jahren tatsächlich gelungen ist, den offenkundigen Abstand zu Italien oder Spanien wettzumachen, darf bezweifelt werden, gerade wenn es darauf ankam, konnte sie mehrfach nicht ihre beste Leistung abrufen.

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil ist der sehr wahrscheinliche erneute Einzug der Bayern ins Champions-League-Finale. Dadurch würde der gesamte Bayern-Block der Nationalelf mit erheblichem Trainingsrückstand nach Brasilien reisen.

Für den Einzug ins Achtelfinale sollte es für Jogis Jungs auf jeden Fall reichen, auch wenn die Vorrundengegner Portugal, Ghana und die USA nicht von Pappe sind. Die Partie gegen Portugal wird ein echter Härtetest. Gegen den glänzten aufgelegten Superstar Christiano Ronaldo muss die deutsche Abwehr ihre Titelreife unter Beweis stellen. Die Portugiesen haben gegen Deutschland noch etwas gut zu machen, sie möchten sich für die Niederlagen bei der WM 2006 und der EM 2012 revanchieren. Bei allem Respekt für die USA und Ghana, ein Sieg über Portugal wäre wohl gleichbedeutend mit dem Gruppensieg. In der Ko-Runde ist dann alles möglich – auch ein erneutes Scheitern im Halbfinale.

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