WM Playoffs: Frankreich möchte Protest gegen die FIFA-Weltrangliste einlegen

Übereinstimmenden Medienberichten zu Folge möchte der französische Fußballverband (FFF) Protest gegen die Zusammenstellung der FIFA-Rangliste für die bevorstehenden WM-Playoff-Spiele einlegen. Die Franzosen fühlen sich von der aktuellen Reglung benachteiligt.

Eigentlich gehören Sport und Politik strickt voneinander getrennt, doch wie es aussieht könnte diese Regel bald (mal wieder) gebrochen werden. Der sportliche Teil der WM-Qualifikation neigt sich langsam aber sich dem Ende zu, zumindest die Gruppenphase. Doch nach der Gruppenphase ist vor den Playoffs und genau vor diesen Playoff-Spielen Mitte November hat der französische Fußballverband (FFF) anscheinend ein wenig „Bammel“. Frankreich belegt derzeit den zweiten Rang in der Gruppe I hinter Spanien und es ist kaum davon auszugehen, dass der amtierende Welt- und Europameister sich morgen Abend zu Hause gegen Georgien einen Ausrutscher erlaubt. Demnach müssen die Franzosen in die Playoffs, besonders bitter wirf es für Franck Ribery & Co. aufgrund der Tatsache, dass Frankreich als nicht gesetztes Team antreten muss und damit auf Teams wie Portugal, Kroatien oder Schweden treffen kann bzw. wird. Um diesem worst case Szenario aus dem Weg zu gehen plant man nun beim FFF anscheinend einen Protest gegen das Setzverfahren bei den Playoffs einzulegen.

Die Setzliste des Fußball-Weltverbandes FIFA für die K.o.-Spiele am 15. und 19. November legt vier stärkere Teams fest, die vier schwächere Teams zugelost bekommen. Die Franzosen werfen der FIFA eine Benachteiligung in den vergangenen beiden Jahren vor. Während alle anderen Mannschaften im UEFA-Verband in Sechser-Gruppen zehn Qualifikationsspiele hatten, bestritt Frankreich in der einzigen Fünfer-Gruppe der WM-Qualifikation nur acht Partien – und außerdem zwei Test-Länderspiele. Somit hatte Frankreich weniger Möglichkeiten Punkte für die Rangliste zu sammeln, da es für Test-Partien grundsätzlich weniger Bonuspunkte im FIFA-Ranking gibt. Frankreich betrachtet die Rangliste, die als einziges Kriterium für Einstufungen bei Auslosungen herangezogen wird, als ungerecht.

Derzeit gesetzt sind die Teams aus Griechenland, Schweden, Portugal und Kroatien. Nich gesetzte Mannschaften für die Playoffs wären Ukraine, Türkei, Island und Frankreich. Die Playoff-Spiele für die Europa-Qualifikation werden kommenden Montag ausgelost.

Cristiano Ronaldo möchte Frankreich aus dem Weg gehen

Doch nicht nur in Frankreich blickt man skeptisch auf die Playoffs, auch in Portugal geht die Angst herum. Superstar Cristiano Ronaldo möchte keineswegs auf den Weltmeister von 1998 treffen. Doch dem Stürmer von Real Madrid geht es dabei wohl weniger um die sportliche Auseinandersetzung als um politische Interessen:

Frankreich ist das einzige Team, auf das ich nicht treffen will. Es ist das stärkste, vor allem aber sind zu viele Interessen im Spiel. Mehr will ich nicht sagen, denn ich könnte bestraft werden

Ronaldo spielte damit auf die Playoffs für die WM 2010 in Südafrika an, als Frankreich sich nur durch ein irreguläres Tor qualifizieren konnte. Thierry Henry hatte den Ball vor dem entscheidenden 1:1 im Rückspiel gegen Irland den Ball mit der Hand gespielt und diese Szene blieb ungeahndet.

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